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Das französische Terror-Regime nach der Revolution
und die Expansion unter Napoleon festigten Görres’
Überzeugung, dass eine Demokratisierung Europas
nicht erfolgen könne, sofern die Menschen von ihren
christlichen und nationalen Wurzeln getrennt werden.
Die Rückbesinnung auf das Erbe der Vergangenheit sei
notwendig, um die Zukunft zu gestalten.
Eine christlich inspirierte Publizistik sollte die Wieder-
belebung des geistigen Diskurses, auch im Zeitalter
der Restauration, forcieren.
Nach dem Wiener Kongress hatte Görres die Hoffnung
nicht verloren, dass sich die Gestalt Deutschlands
verändern lasse. Geprägt von der Franzosenzeit wollte
er Zuspitzung und Radikalität vermeiden.
Das Geistige sei wie ein großer Strom, der sich durch
die Geschichte winde. Wie das Wasser, sei er stets im
Flusse. Gemächlich müsse er fließen, ist er zu schnell,
verlasse es die rechte Bahn. Wird es mit aller Kraft
gestaut, so komme es zum Schaden des Dammes und
ein gewaltsamer Ausbruch wird die Folge sein.
Er warnte die Jugend vor Übertreibung und hoffte, dass
man die „Sache [nicht] zum Äußersten“ treibe.
Die Deutschen sollten sich auf ihre Geschichte und ihre
Kultur besinnen, sich selbst und den guten Geist suchen
und dann die Gesellschaft nach den Ansprüchen der Zeit
gestalten. Aus diesem Blickwinkel gilt die Zuwendung
zum Katholizismus, die Görres in der zweiten Lebens-
hälfte vollzog, in keiner Weise als Abkehr von den
Visionen seiner Jugend.
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