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Die Bereitschaft eines Staates, sich der Fülle der
Ideenwelt zu öffnen, könne die Freiheit des Denkens
manifestieren, wodurch die einzelnen Glieder der
Gesellschaft ihre Interessen zur Geltung bringen.
Alle „Spannungen und Gegensätze von Menschen und
Institutionen“ seien „geehrt und gutgeheißen“,
wenn die Positionen edel, auf der Basis von
„Wahrheit und Recht“, vertreten würden.
Rücksichtnahme, Gewaltlosigkeit und ein geistreicher
Dialog seien nötig, um die Lösung von Kontroversen
herbeizuführen.
Görres erkannte, dass der Konsens nützlicher sei,
als das ungebremste Aufeinanderprallen der Gegensätze.
Ohne dieses Vorgehen verlöre der Staat seine Kraft,
weil sich Divergenzen festsetzen und verhärten können
– wie Geschwüre, die den Körper durchwachsen.
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