Einleitung
Prägende Einflüsse
Kirche/Staat
Das Gemeinwohl
Franz. Okkupation
Paris-Reise (1799)
Paris-Bekehrung
Selbstfindung
Staat mit Seele
Gegen Napoleon
Vision Europa
Konsensgesellschaft
Das Alte reformieren
Leistungsprinzip
Parlamentarismus
Epilog

QUELLENANGABEN:

IMPRESSUM
GÖRRES-DAS BUCH


Görres wollte das Feudalsystem zur Grundlage einer
Reformbestrebung machen. Einerseits glaubte er auf
diese Weise – in den Jahren der Restauration – die
Gegenwehr zu reduzieren, zum anderen sah er in der
tradierten Gesellschaftsform eine gute Gestaltungsmasse.
Das System sei zur Demokratisierung geeignet, soweit
das Leistungsprinzip, und nicht die Vererbung einer
Stellung gelte.
Mit dem Christentum sei „die Idee der Gleichheit aller
Menschen vor Gott in die Welt getragen“ – damit sei aber
nicht die Aufhebung ihrer Merkmale und Talente gemeint
gewesen. Sie seien göttlicher Wille.
Die differenten Gruppen der Gesellschaft dürften nicht in
den Zustand der Auflösung geraten, statt dessen müssten
ihre Spezifika optimal zum Wohle aller genutzt werden.
So war Görres bereit, den Adel als soziale Gruppe zu be-
wahren, doch sollte seine Eigenschaft neu definiert werden.
Indem er die Angehörigen als Leistungselite verstanden
wissen wollte, konnte das Faktum der Geburt die Zuge-
hörigkeit keinesfalls entscheiden.
„Der, der mehr gelten wolle, habe mehr zu leisten.“
Die sozialen Gruppen wurden gänzlich in Berufsstände um-
gedeutet, was einer sukzessiven Fortentwicklung gleichkam.
Die Modifikation sollte die Zerstörung eines funktions-
fähigen Systems verhindern, so dass im Prozess der Demo-
kratisierung keine Substanz vernichtet werde.
Letztendlich seien Gruppenbildungen unvermeidbar, weil sie
rationale und legitime Zusammenschlüsse von Menschen
gleicher Wesensart, mit gleichen Zielen, seien.


 




Exk.1

Exk.2