Einleitung
Prägende Einflüsse
Kirche/Staat
Das Gemeinwohl
Franz. Okkupation
Paris-Reise (1799)
Paris-Bekehrung
Selbstfindung
Staat mit Seele
Gegen Napoleon
Vision Europa
Konsensgesellschaft
Das Alte reformieren
Leistungsprinzip
Parlamentarismus
Epilog

QUELLENANGABEN:

IMPRESSUM
GÖRRES-DAS BUCH


In der Folgezeit war Görres bereit, konsequente
Schlüsse aus seiner Paris-Reise zu ziehen:
Die Gegenwart habe ein schlechtes Ergebnis hervorge-
bracht und die Entwicklung müsse weiter voranschreiten.
Die Welt könne nicht unmittelbar ihre Gestalt verändern,
so dass von einer „allmähligen Verbesserung“ ausge-
gangen werden müsse:
Die Demokratie sei nicht in kurzer Zeit erreichbar und
müsse mit Mühsal und Ausdauer vorbereitet werden.
Obschon dieser Erfahrung glaubte er, dass eine Neuge-
staltung weiter möglich sei.
Damit eine Ordnung, die auf Freiheit und Recht basiert,
entstehen könne, wollte er vollkommen auf die „Rege-
neration des geistigen Lebens“ setzen. Sie würde ein
neues Denken hervorbringen, so dass durch ein
moralisches, gerechtes und vernünftiges Handeln,
eine neue Mentalität, erreicht werden könne.
Die Menschheit brauche „das immerwährende Fort-
schreiten zum Ideal der Kultur und Humanität.“
Eine Veränderung durch Gewalt bringe nichts, denn die
Bereitschaft, ein neues System zu festigen, sei nur
möglich, indem Menschen rational und emotional ange-
sprochen werden. Hier dachte Görres ganz jesuitisch.
Als Mittel der Überzeugung galt ihm das Wort.
Bildung und Kultur schaffen Zukunft, doch sei dies
ein langer Weg.
In Anbetracht der Herrschaft Napoleons zeigte sich
Görres ernüchtert, was zur Folge hatte dass sein
politisches Engagement für die Jakobiner ein Ende fand.
Er begann in Koblenz an der Sekundarschule eine
Tätigkeit als Lehrer der Physik.


 




Exk.1

Exk.2