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Als Görres in der Paris eintraf, hatte mit dem Staats-
streich Napoleons die Revolution ihr Ende gefunden.
Görres, der ein Jahr in der Stadt weilte, fand eine
neue Situation vor, die ihn überzeugte, dass die Revo-
lution gescheitert sei.
Zwar waren die Errungenschaften der Zeit – vor allem das
Bürgerliche Recht – erhalten geblieben, doch Görres
konnte in der Hauptstadt nicht den Geist der Humanität
erkennen, der ihm vorschwebte. Stattdessen vernahm er
hartes Gemüt, strenge Zucht und rohe Gewalt. In dieser
Situation habe sich ein kriegsgeprägter – vom Recht des
Stärkeren überzeugter – General an die Spitze des Staates
geputscht.
Die Gewaltexzesse führte Görres auf zwei Faktoren zurück:
Ein Grund schien ihm die Zurückweisung des Christentums
und seiner Moral in den 90er Jahren zu sein. Er betonte,
dass eine Gesellschaft Werte brauche, um bestehen
zu können und sah keine Alternative zu den tradierten.
Das Neue könne keineswegs aus dem Nichts entstehen.
Ein Abfall von der Moral habe die Grausamkeit der Ereig-
nisse und die Wildheit hervorgerufen.
Zweitens erkannte Görres vor Ort, dass es zudem eine
Heterogenitität der Bewegung gegeben habe:
Eigennützige Ziele der verrohten Parteien hätten den
gemeinsamen Erfolg konterkariert.
Die fehlende Geschlossenheit stünde durchaus mit dem
Werteverfall und dem neuen Egoismus in Verbindung.
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