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Josephs Vater, Moriz Görres, war Kleinbauer und Winzer.
Mit Mühe konnte er durch Handelstätigkeit im Holzge-
schäft Wohlstand erwerben. Sparsamkeit und Arbeits-
eifer, die Angst vor dem Abstieg waren in der Kindheit
bestimmend.
Der Vater machte den Besuch des Gymnasiums möglich.
Auf der Schule, von Jesuiten betrieben, lernte Joseph das
Fortschrittsdenken und die Aufklärung kennen:
Rationalität verbessert die Ökonomie, die Wissenschaft
und das Wohlergehen der Menschen.
Trotz der Erfolge seiner Zeit glaubte Görres nicht an die
Stetigkeit des Gelingens, die kaufmännische Biografie
des Vaters hatte Spuren hinterlassen:
Auf dem Lebensweg müssen Gewinne und Verluste einkal-
kuliert werden – abgerechnet werde zum Schluss.
Hinzu kam der Einfluss einer klerikal geprägten Umgebung:
Das Jesuitische, die Verbindung von Religion und Intel-
lekt, scheint für Görres maßgebend. Durch den
Geist wird das Antlitz der Erde neu (vgl. Ps 104,30).
Es sind Worte, die Einsicht vermitteln und das gute
Handeln möglich machen. Bildung und Leistung hängen für
Görres untrennbar zusammen. Die Worte der Erkenntnis
müssen die Köpfe und Herzen der Menschen erreichen.
Nicht die kalte List der Politik, nicht die technische
Raffinesse, schaffen eine neue Welt, sondern das ehrliche
Interesse an den Menschen, ein kluges und liebevolles
Einbeziehen ihrer differenten Anliegen. So werden die
Kräfte des Gemeinwesens einbezogen und aktiviert.
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