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Görres stand dem Frankreich Napoleons skeptisch
gegenüber. Die Franzosen seien keine Befreier und
keine Vertreter gemeinsamer Interessen. Stattdessen
gebe es nur die konsequente Verfolgung französischer
Anliegen.
Der Imperator sei strategisch, willkürlich und eigen-
nützig, wodurch kein Unterschied zur alten Despotie
gegeben sei.
Das System, durch Napoleons Hand errichtet, werde
allein durch Furcht und Schrecken aufrecht erhalten
und könne daher nur mit Aggression gesteuert werden.
Die Bevölkerung Europas leide aber unter den Kriegs-
handlungen. Napoleon sei ein rastloser Geist
und mit ihm würden Millionen Gespenster umherstreifen.
Die Ruhelosigkeit, die Brutalität und die Abkehr von den
Werten der Menschlichkeit stünden ihm Widerspruch zu
einem staatlichen Gefüge, in dem sich Wirtschaft,
Religion, Sitte, Wissenschaft und Kultur entfalten
können.
Der Staat müsse ruhen und auf festen Werten
gegründet sein, damit er beseelt werden könne.
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